Winterkaltes Peking

Im Sommer ist es in Peking sehr heiß. Im Winter hingegen ist es sehr kalt. Minus 20 Grad sind dann keine Seltenheit, sehr sehr kalt. Vergangene Nacht beispielsweise waren in Peking Minus 17 Grad. Ganz schön kalt zum Ausgehen.

Daher sieht man im Winter in Peking auf der Straße alle in Thermokleidung, dicken Daunenjacken, langen Daunenmänteln, Daunenstiefeln u.s.w…

Darunter sind dann alle sehr bedacht und viele sehr sehr chic gekleidet – nicht nur zum Ausgehen. In Peking sieht man sehr viele sehr chic oder mindetstens sehr bedacht gekleidete Leute. Aber daaaaarunter… egal wie chic oder elegant gekleidet – und das ist ein witziger Kontrast – trägt jeder Thermounterwäsche. Vergleichbar mit dicker Skiunterwäsche. Die hohe Kunst dabei ist, dass es von außen nicht sichtbar ist.

Aber es ist kein Geheimnis, sondern jedem selbstverständlich… dazu ist es einfach zu kalt. Thermounterwäsche zählt im Winter in Peking zu den ganz offiziellen Verkaufsschlagern.

Mikroübung 50

Für diese Übung müssen Sie wirklich kein erfahrender QiGong Übender sein…das können wir alle: Lächeln Sie. Nicht ständig (wirkt nur blöd), aber häufig. Und herzlich.

Lächeln hat Einfluss auf unsere Organe, unseren ganzen Körper. Viele Meridiane verlaufen über das Gesicht.

Lächeln hebt aber auch unsere Stimmung und… nicht zu vergessen, es erleichtert den Umgang mit anderen.

Was ist die Kunst dabei, dass ein Lächeln all das tatsächlich bewirkt. Die Asiaten würden sagen, das Herz muss lächeln. Wir würden sagen, das Lächeln muss echt sein. Ich sage, wenn Sie es schaffen, dass ihre Herzens-Einstellung gut ist, dann ist auch ihr Lächeln fähig all das zu tun.

Kai Shui

Thermoskannen Jiu Hua ShanKai Shui heißt heißes Wasser und ist das am häufigsten Getrunkene in China.

Zugegeben…der Geschmack erschließt sich einem nicht gleich, aber versprochen, es tut sehr gut.

Heißes Wasser

  • entgiftet
  • reguliert die Verdauung
  • entspannt innerlich
  • löscht anhaltend den Durst
  • hilft gegen Magenbeschwerden („kalter Magen“)
  • kostet den Körper keine zusätzliche Kraft (im Gegensatz zu kalten Getränken)

In China ist es üblich, dass überall kostenlos heißes (abgekochtes) Wasser zur Verfügung steht. Sei es in Automaten, an dem man sich kostenlos bedienen kann oder in Thermoskannen.

Egal bei welcher Hitze!

Das Foto beispielsweise ist bei ca. 35 °C im Schatten entstanden, als ich im Jiu Hua Gebirge in einem buddhistischen Kloster war. Jeden Tag stellen alle ihre leeren Kannen raus und die Kannen werden wieder mit kochendem Wasser gefüllt. Es waren zeimlch alte und ganz einfache verkorkte Kannen, aber erstaunlicher Weise blieb das Wasser darin bis zum nächsten Morgen heiß.

In der kalten Jahreszeit gibt Warmes logischerweise Wärme in den Körper und kühlt nicht von innen heraus aus

In der warmen Jahreszeit aber trinkt man es, damit der Körper nicht den Temperaturunterschied von Körper und kaltem Getränk versucht auszugleichen und auch noch heizt… in diesem Fall würde uns noch wärmer

Wohligen Genuss wünscht

Yamin Schulz-Spahr

Da Han – Große Kälte

Heute beginnt laut Chinesischem Kalender der letzte der 24 Jahresabschnitte genannt Da Han. ‚Da‘ heißt ‚groß‘ und ‚Han‘ bedeutet hier ‚Kälte‘.Scnee

Mit dem heutigen Tag beginnen die aufwendigen Neujahrsvorbereitungen. Da Han ist auch der Termin, der den Tag des Neujahrsfestes bestimmt. Das Chinesische Neujahr findet nämlich immer zum nächst auftretenden Neumond statt.

Aber es bedeutet vor allem auch: Kälte… Aber das haben wir ja auch schon festgestellt.

Einen schönen Winter wünscht
Yamin Schulz-Spahr

Winter und Emotionen

Im Winter – so sagen die alten Chinesischen Medizinklassiker – ist es sehr wichtig seine Emotionen (und somit auch seine Gedanken) im Zaum zu halten.

Dies ist eine alte sehr wichtige Anweisung im Daoismus, die dem Prinzip des Haushaltens mit seinen Kräften im Winter zugrunde liegt. Demzufolge ‚kosten‘ Emotionen einen hohen Preis, der eine Schwäche im Frühjahr folgt, die mit vielen Erkrankungen einhergeht. Unter anderem Allergien, Immunsystem-Schwäche sowie Verstärkung bereits bestehender Erkrankung.

Das La Ba Fest

Heute ist laut Chinesischem Lunisolarkalender das sogenannte La Ba Fest. Es ist ein Fest aus der Buddhistischen Tradition und geht auf Buddha Shakjamuni zurück zu einer Zeit, da er – damals noch ein normaler Mensch (na gut Prinz aber ansonsten wie Du und ich) – sehr auf der Suche war.

Auf der Suche nach dem für ihn richtigen Weg zu sich…um besser zu werden, so gut zu werden, dass er anderen aus ihren ‚leidvollen Verstrickungen‘ heraushelfen kann. Das war nämlich sein Wunsch, so sagt die Geschichte, als er sein Zuhause verließ. Er probierte die unterschiedlichsten philosophischen Richtungen und Methoden aus, unter Anderem lebte er eine Zeitlang als Asket. Die Geschichte sagt, dass er zu dieser Zeit extrem abmagerte und so erschöpft war, dass er zusammenbrach. Eine Hirtin, die ihn fand gab ihm etwas ihres Reisbreis (dem heute berühmten La Ba Zhou), woraufhin er schnell zu Kräften kam. Und dann auch schnell die Askese aufgab, um den Weg zu beschreiten, den wir heute als Buddhismus kennen.

Noch heute wird in buddhistischen Klöstern an diesem Tag dieser nährende Reisbrei gekocht und mit Bedürftigen geteilt. Auch in buddhistischen Haushalten wird das so gehalten.

La Ba Zhou und das La Ba Fest

Auch heute noch wird in der chinesischen Tradition  am 8. Tag des 12. Monats im Lunisolarkalender, das La Ba Fest gefeiert und der sogenannte La Ba Zhou bereitet. Und morgen ist dieser Tag, der 8. Tag des 12. Monats.

La Ba Zhou ist ein süßer Reisbrei, übersetzt heißt das so etwas wie ‚8.12.-Reisschleimsuppe‘ und ist sehr gesund und stärkend. Er wird folgendermaßen zubereitet:

10 Teile Klebreis
10 Teile zerkleinerte Maronen
1 Teil Jujuba-Datteln
1 Teil rohe Erdnusskerne (zusammen mit der roten Haut)
1 Teil Lotuskerne
1 Teil rote Bohnen (über Nacht eingeweicht)
1 Teil Rosinen
1/3 Teil Pinienkerne
ca. 1 Teil weißen (!) Zucker

Wasser kochen (circa die 10-fache Menge des verwendeten Klebreises), die roten Bohnen zufügen, einige Minuten kochen lassen, dann die restlichen Zutaten dazugeben. Alles ca. 50 Minuten köcheln lassen, nicht kochen! Zu der Wirkung der einzelnen Zutaten aus der Sicht der TCM erzähle ich Ihnen demnächst mehr.

Zhou – der Reisbrei

Nun ja das Wort Reisbrei klingt ja schon nicht wirklich lecker, aber eigentlich wird das Wort ‚Zhou‘ übersetzt mit Reisschleimsuppe und das klingt dann überhaupt nicht mehr lecker.Zhou

Wundersamer Weise ist es das aber. Und es bleibt nach dem Essen ein wunderbar geklärtes und gereinigtes Gefühl im Körper. Neben anderen sehr heilsamen Wirkungen – so sagt die alte chinesische Medizin – wirkt die Reisschleimsuppe

– gegen schlechten Atem (‚klärt den Mund‘)
– zum Aufbau der Magenschleimhaut (‚klärt den Magen‘)
– Zum Klären des Qi im Körper
– Binden und abtransportieren von Giftstoffen

Das Rezept folgt demnächst.

Mikroübung 49

Die Handflächen aneinander reiben, dazu die Hände ganz locker halten, nicht anspannen, nicht zuviel Druck ausüben und nicht zu schnell reiben.

Achten Sie darauf, dass die Schultern dabei locker nach unten gedrückt sind!

Circa 1 sec pro ‚auf und ab‘. Bis die Hände sehr warm sind.

Belebt und erfrischt.

Birnentee

Derzeit haben viele mit Bronchitis zu kämpfen. Wunderbar lindernd wirkt hier die sogenannteBirnentee ‚Lungenmassage‘ aus dem Medizinischen QiGong. Und viel zu trinken ist sehr wichtig.

Ein Rezept aus der Alten Chinesischen Medizin hierbei ist Birnentee. Er wirkt sehr lindernd und schmeckt dabei auch sehr gut.

Dazu eine reife (möglichst ungespritzte) Birne mit allem drum und dran (Schale und Gehäuse) in Scheiben schneiden, mit kochendem Wasser in einer Kanne übergießen und solange ziehen lassen, bis der Tee lauwarm ist.