‚Guten Rutsch’…

…Ihnen allen in ein glückliches und gesundes neues Jahr.

Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen den Mut, anzupacken, was Ihnen zu Harmonie mit Ihrem Umfeld, Gesundheit und Glück verhilft!

Ich bin sehr dankbar für die Begegnung mit jedem einzelnen von Ihnen, meinen Schüler. Zu sehen, mit welchem Mut Sie an Ihren Hindernissen arbeiten, fleißig üben, sich so Ihre Gesundheit aus teils schwersten Erkrankungen zurückholen, Ihr tiefes Vertrauen, höchstpersönliche Dinge mit mir zu teilen… All das macht mich wirklich sehr glücklich und dankbar!

Mit allen guten Wünschen für Sie und alle Ihre Lieben

Yamin Schulz-Spahr

Die Energie des Schnees

Frisch gefallener Schnee bringt eine ganz besondere Atmosphäre mit sich, die wir alle lieben. Es ist eine Art von beruhigender Stille.

Die Physikerin in mir hat dafür natürlich auch gleich die passende Erklärung parat: Es liegt am Schall, der durch die extrem große Oberfläche der Schneekristalle in diffuse Richtungen reflektiert wird und somit von unserem Ohr als ‚gedämpft‘ wahrgenommen wird. Die Romantikerin und das schlittenfahren-begeisterte-Kind in mir haben natürlich auch ihre Meinung, aber an dieser Stelle Redeverbot 😉

Die QiGong Lehrerin in mir sagt, es ist das Qi des Schnees, das sehr speziell ist. Ich habe vor einigen Tagen berichtet, dass es im Medizinischen QiGong Übungen für das Lungensystem gibt, die in Zusammenhang mit Schnee stehen.
Dieses Qi beinhaltet eine Stille, die auch ein wesentlicher Teil des QiGong ist. Die Stille frisch gefallenen Schnees ist vergleichbar mit der Ruhe, die wir durch QiGong Übungen in unseren Herzen erreichen und nach der wir alle Sehnsucht haben.

Rezept – Selleriestangen mit Tofuhaut

Ein deftiges vegetarisches Rezept für alle, die

– über die Feiertage vielleicht zuviel gegessen (und/oder getrunken) haben
– deftige, aber leichte Küche lieben
– ein bisschen ‚entgiften‘ wollen
– ihr Nierensystem stärken wollen

Über die Hintergründe der einzelnen Zutaten berichte ich Ihnen in den Beiträgen der nächsten Tage. Ich möchte Sie in Ihrer Feiertagsruhe nicht überbeanspruchen 😉

Selleriestangen mit Tofuhaut

Sojaöl (alternativ Sesamöl, ca. 3 EL pro Person)
Selleriestangen (2-3 pro Person)
Tofuhaut (aus dem Asialaden, 6-8 ca. 3cm lange Stückchen pro Person)
fermentierte schwarze Sojabohnen (aus dem Asialaden, pro Person ca. 15-20 Bohnen)
geröstetes Sesamöl
Salz
Zucker
Reis

Die Tofuhaut in ca. 3 cm lange Stücke schneiden, mit kochendem Wasser überbrühen. Selleriestangen mit schrägem Schnitt in ca. 3cm lange Abschnitte schneiden. Sojaöl im Wok oder Pfanne erhitzen, es darf dabei kein Rauch entstehen. Ab jetzt muss alles sehr schnell gehen!
Schwarze Bohnen ins Öl, kurz schwenken. Selleriestangen dazu, Zucker dünn drüberstreuen, kurz schwenken. Tofuhaut (ohne das Wasser) dazu, kurz schwenken. Salzen, kurz schwenken. Von der Herdplatte nehmen, geröstetes Sesamöl drüberträufeln.
Mit etwas Reis servieren.

Guten Appetit!

Mikroübung 32

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit während des Tages immer mal wieder auf die Mitte Ihres Unterbauchs.

Und während Sie heute zwischen – gefühlt Massen von – aufgeregten Menschen  an der langen Schlange der Supermarktkasse anstehen, versuchen Sie mit dem Großteil Ihrer Aufmerksamkeit in der Mitte Ihres Unterbauchs zu bleiben. Dann verlieren Sie trotz des ganzen Gewusels um Sie herum nicht soviel Kraft.

Ich wünsche Ihnen allen einen sehr sehr schönen Tag
Mit herzlichem Gruß

Yamin Schulz-Spahr

Heilsamer Schnee

Ich weiß nicht, wie es dort ist, wo Sie gerade sind, aber hier hat es geschneit. Ich bin auf dem Land und blicke in eine wunderschöne Winterlandschaft. Ich habe versucht es zu fotografieren, konnte aber das glitzern und funkeln des Schnees in der Sonne nicht einfangen und hab es dann lieber sein lassen.

In der TCM sagt man, Schnee ist sehr gut für unser Lungensystem. Spazierengehen im Schnee, Herumtollen im Schnee, Skifahren, Schlittenfahren, alles gut. Voraussetzung ist nur: ohne Stress und warm gekleidet und… nicht schwitzen. Im Medizinischen QiGong gibt es sogar ausgesprochene Übungen im Zusammenhang mit Schnee.

Sollten Sie wie so viele im Moment unter Infekten mit (sorry man kann es einfach nicht schöner ausdrücken) sogenanntem ‚zähen Schleim‘ leiden, dann gehen Sie – warm eingepackt – ein bisschen im Schnee spazieren. Atmen Sie dabei sanft durch die Nase. Falls die zu verstopft ist, dann durch ein dünnes Tuch, dass Sie wie einen Schal locker um den Hals wickeln und etwas nach oben vor den Mund ziehen.

Ab 21. Januar 20 Uhr beginnt ein neuer, von den Krankenkassen subventionierter Kurs ‚Medizinisches QiGong‘ zur Stärkung der Immunabwehr.

Eins der Dinge, die ich an China so mag…

ist die Ruhe, die die Menschen dort in sich tragen.

Die ‚öffentlichen‘ Straßen in China sind extrem sauber. Das ist ganz erstaunlich in Anbetracht der vielen Menschen dort. Wie gründlich, aber auch mit welcher Eleganz das passiert, zeigen folgende Bilder:

Ich stehe an einer Bushaltestelle und warte und warte und waaaaarte… Der Herr in Orange kehrt die Bordssteinkante. Während der Herr rechts von ihm langsamen Schrittes hinter ihm ganze 4m zurücklegt, kehrt er mit kurzen kleinen Kehrbewegungen den Haufen um Zentimeter weiter. Gleichzeitig setzt er geschickt den Fuß in einem eleganten Sidestep hinter den anderen. Bemerkenswert ist auch, dass sich die Mitwartenden an der Bushaltestelle keinen Millimeter bewegt haben.

Warten in China kann sehr entspannend sein 😉

Straßenkehrer1Straßenkehrer2

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben von ganzem Herzen frohe friedliche und erholsame Weihnachtstage!

Yamin Schulz-SpahrFoto

Heute ist Wintersonnenwende

Heute ist Wintersonnenwende, im Chinesischen ‚Dong Zhi‘. Dong heißt in diesem Fall Winter und Zhi heißt extrem.

Für die TaiJi Lernenden unter Ihnen:  Seit der Sommersonnenwende am 21. Juni ist das Yin kontinuierlich stärker geworden und hat nun sein Maximum erreicht. Das Yang hingegen ist nun im Minimum angelangt. Das heißt, es entsteht ein Moment, in dem das Yin nicht länger ansteigt und das Yang sich nicht weiter vermindert. Das ist das, was wir TaiJi nennen. Dann beginnt das Yang zu wachsen und das Yin beginnt sich wieder zu vermindern.

Wenn Sie bei mir Schüler sind, dann haben Sie von mir gelernt, dass die langsamsten Momente und die der größten Veränderung die sind, in denen am meisten passiert. Üben Sie in dem Zeitraum um Mitternacht herum vom 22. auf den 23. Es lohnt sich.

Wenn Sie anfangen möchten etwas darüber zu lernen: Ein neuer TaiJi-QiGong Einsteigerkurs findet am 24./25. Januar 2015 statt.

Morgen ist Wintersonnenwende…

Ein auch in unseren Breitengraden uralter Festtag, den bereits die Kelten für sehr wichtig gehalten und gefeiert haben.

Da ich es dieses Jahr nicht besser erklären kann als letztes Jahr, erlauben Sie mir bitte, einen Ausschnitt aus dem Artikel des letzten Jahres zu zitieren:

„Wintersonnwende bedeutet, die Tage werden wieder länger. Ich bremse mal eben die Wissenschaftlerin in mir und gehe nicht auf den astronomischen Teil ein, sondern möchte Ihnen lieber erzählen, was das im QiGong und daher auch in der TCM bedeutet:

Vor ein paar Tagen habe ich berichtet, dass das Yin bis zur Wintersonnwende auf dem Maximum und das Yang auf dem Minimum ist. Daher waren wir müde, hatten das Bedürfnis danach, zuhause zu bleiben, manche waren melancholisch… Ab heute aber wächst das Yang wieder. Wie ein kleines Pflänzchen – erst noch ein kleiner Spross. So muss es laut den Klassikern auch vorsichtig beschützt werden, damit es zu einem kräftigen gesunden Yang heranreifen kann.

So sagt das NeiJing – „Des gelben Kaisers Klassiker“:

„Im Winter…haltet Euch warm, meidet Kälte, haltet die Poren geschlossen,  meidet zu schwitzen, nicht übermäßig körperlich betätigen…vor allem müsst Ihr Eure sexuellen Begierden zügeln, als wolltet Ihr ein freudiges Geheimnis verbergen…Befolgt ihr diese Prinzipien nicht, wird das Nieren-Qi geschädigt… ,kann sich das Yang-Qi nicht, wie  es jetzt naturgemäß ist, ins Innere zurückziehen, sondern an die Oberfläche drängen.
Dann bleibt es im Kopfbereich hängen, führt später zu Nasenbluten, Problemen im Kopf und im Nacken, zu innerer Kälte, Durchfall und auch starkem Schwitzen.
…Die Weisen wissen, dass die Essenz die kostbarste Substanz des Körpers ist, wie die Wurzel eines Baumes (von der Erde) sollte Sie behütet und vor Dieben beschützt werden.“

Für den Teil in uns, der das lieber nicht verstehen möchte, nochmal übersetzt: Wenn wir  in der Zeit von der Wintersonnwende bis Frühlingsanfang (4. Februar) sexuell enthaltsam bleiben (ich glaube das mit dem Schwitzen hat ja jeder gleich verstanden ;-), dann kann das Yang in uns so wachsen, dass im folgenden Jahr Körper und Geist stark  und nicht so angreifbar sind, gesundheitliche Probleme gelöst werden können, d.h. unser Immunsystem ausreichend stark ist.

Ein guter Arzt der TCM wird einem erkrankten Patienten unbedingt dazu raten, ebenso wird ein Meister seinem fähigen Schüler diesen Rat geben.“

So, das wollte ich nur nochmal erzählen 😉

Gestern

Gestern Abend war ich im Rahmen des Kurses ‚Immunsystem stärken‘ mit Schülern in einem chinesischen Restaurant in München, in dem es einen Koch (eigentlich eine Köchin) gibt, der noch die alte chinesische Heilküche beherrscht.

Alle waren erstaunt, wie gut es schmeckt. Wir haben vor allem Gerichte gegessen, die das Lungensystem stärken und befeuchten, was bei den vielen Infektionskrankheiten, die im Moment kursieren sehr hilfreich ist.IMG_1099

Das Bild zeigt unseren Nachtisch. Auch der befeuchtet das Lungensystem und ist eines der Lieblingsdesserts chinesischer Kinder: In Teig gebackenes Obst (und diesem Fall Äpfel, Ananas und Bananen), karamellisiert. Man nimmt ein Stück davon und zieht es kurz durch ein Schälchen mit Eiswasser. Dabei bilden sich lange Zuckerfäden und die Karamell-Umhüllung wird ganz knusprig. Es hat sich herausgestellt, dass auch große deutsche Kinder diesen Nachtisch lieben… 😉