Jeden Tag…

…eine kleine Übung
…nehme ich Sie ein bisschen mit, in das, was ich erlebe
…eine kleine Anekdote um TCM, QiGong, asiatische Philosophie oder Besonderheiten
…eine kleine Anregung für den Tag
…News aus dem Akademieleben
…in Kontakt bleiben, solange Sie nicht zu Kursen kommen können
…kleine Rezepte für Leckereien, Wohlbefinden und Glück
…eine kleine Unterweisung

Frohe Ostern

Das Team der Akademie wünscht Ihnen allen Frohe Ostern!

Stille

Stille wird von den meisten Menschen als bedrückend empfunden.

In den asiatischen Lehren wird Stille als Voraussetzung für jede Form von Wachstum, von Bewegung verstanden.

So ist zum Beispiel all das spektakuläre Wachstum, das wir zur Zeit in der Natur erleben, die Bewegung, die aus der Stille – der scheinbar toten Natur des Winters – folgt.

Der Weg ist das Ziel – die Gehmeditation

Ich packe mal wieder. Diesmal um mich auf den Weg zur Riederalp zu machen. Auf der Riederalp beginnt heute Abend mit einer Retreat-Woche der 1. Ausbildungsabschnitt des QiGong-Studiums, der QiGong-Lehrerausbildung. Die Retreat-Woche hat zum Inhalt, das Nierensystem zu stärken – unseren Schutz, unsere Kraft, unser Immunsystem, unsere Fähigkeit zu Gesundheit. Und natürlich unsere innere Ruhe zu stärken.

Es ist sehr schönes Wetter und wir werden die meiste Zeit der Woche draußen sein, morgen gleich mit einer sehr alten berühmten Übung beginnen – der Gehmeditation. In allen alten Kulturen gibt es Formen des ‚Wandelns‘. Die Form, die ich auf der Riederalp unterrichten werde – das Gehen in Meditation schließt den geistigen und den körperlich Aspekt der Gesundheit mit ein. Die Übung ist in China sehr berühmt und bekannt dafür – wenn man Sie richtig ausführt, sehr komplex und nicht ganz einfach – aber höchst wirkungsvoll für die Gesundheit zu sein. In China wird Sie beispielsweise selbst für die Heilung schwerer Erkrankungen wie Krebs für wesentlich erachtet.

In München werden wir die ‚Nierensystem stärkende Gehübung‘ ab dem 10. April unterrichten. Der Unterricht findet zunächst im doin und dann im Park statt.

Zur Kursbeschreibung

 

 

Kopfschmerz, Matschkopf & Co.

Nach ‚Chun Fen‘, der Frühlingstagundnachtgleiche ganz normal. Jetzt beginnt das Yang in der Natur bereits so stark zu werden, dass bei Blockaden in unserem Lebersystem leicht derartige Symptome entstehen können. Ebenso ein unruhiger Schlaf.

Es sei den, es bestehen Magenproblem, trinken Faule Chrysanthemenblütentee. Kluge sind auch faul und trinken auch Chrysanthemenblütentee, machen aber zusätzlich noch die Übung Kopfmassage in 5 Figuren. Weise machen das, was die Klugen auch machen und sorgen zusätzlich dafür weder Ärger noch Stress in sich zur ‚Wirkung kommen zu lassen‘.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Tag mit klarem Kopf und leichtem Herzen
Yamin Schulz-Spahr

Frühlingstagundnachtgleiche

Mannohmannwasfürnlangeswort… spricht sich aber immer noch leichter aus als Aequinoktium. So heißt es nämlich auch. Heute Nacht, in München um genau 22.59 Uhr, ist überall auf der Welt Tag und Nacht gleich lang, genannt Frühlingstagundnachtgleiche. Im Gegensatz zu Herbsttagundnachtgleiche, die wird in diesem Jahr am 23. September sein.

In unserer alten Kultur war das sehr wichtiger Termine. Auch im alten China ein Tag, an dem der weiseste des Landes sehr umfangreiche Zeremonien ausgeführt hat.

Mit der Frühlingstagundnachtgleiche beginnt zeitgleich der astronomische Frühling (der meteorologische Frühling begann bereits am 1. März). Zur Zeit des Römischen Kalenders begann außerdem mit der Frühlingstagundnachtgleiche das neue Jahr. Ebenso im Persischen Kalender, dem Kurdischen, dem Afghanischen…

Also feiern doch eine ganze Menge Menschen heute sich in das neue Jahr hinein. Darunter auch viele meiner Schüler, die aus ganz unterschiedlichen Kulturen abstammen, worüber ich mich sehr freue.

Somit wünsche ich allen, die heute Neujahr feiern und deren Lieben ein gutes neues Jahr mit Glück, Frieden, Gesundheit und Unbeschwertheit.

Die Natur, Frühjahrsbeschwerden und Frühjahrsbeschwerden der Natur

Einige sind krank, einige sind müde, einige leiden unter Stimmungstiefs und einige sind krank, müde und in einem Stimmungstief.

Alles normal im Frühjahr, aber vermeidbar bzw. regulierbar. Die alten Klassiker der Chinesischen Medizin empfehlen hierzu einige Übungen, Ernährungsweisen und Verhaltensweisen, von denen ich die an die Hand geben möchte, die sich an dieser Stelle leicht erklären lassen. Tatsächlich sind diese Empfehlungen so umfassend, dass sie mindestens einen Wochenendkurs füllen.

Selbst die Natur hat ihre ‚Frühjahrsbeschwerden‘, das bedeutet, auch außerhalb von uns können Blockaden auftreten. Allerdings ist in der Natur meist auch genug Kraft vorhanden, diese Blockaden aus sich heraus ’natürlich‘ zu beheben. Das QiGong – das Bewegen von Qi – der Natur. Ein Teil der Lösung unserer ‚Probleme‘ wäre dann, auch zu mehr Kraft zu kommen. Wie das geht, läßt sich jedoch nicht mit ein paar Worten im Rahmen eines Blogbeitrags erklären.

Aber selbst, wenn die Erklärungen an dieser Stelle nur begrenzt Platz finden, hier ein paar der traditionellen Anweisungen, die leicht umzusetzen sind:

  • Haare möglichst offen tragen. Hierdurch soll vermieden werden, dass Leberqi, das im Frühjahr besonders angesprochen ist, durch Spannung an der Kopfhaut zusätzlich am Kopf blockiert.
  • Den Geist beherrschen. Auf eine innere ruhige Geisteshaltung achten. Ja… zugegeben, nicht einfach, aber es gibt hierfür sehr hilfreiche QiGong-Übungen. Unser unruhiger ‚Frühjahrsgeist‘ ist übrigens auch der Grund, warum in so vielen verschiedenen Glaubenskulturen wenigstens auf eine bestimmte Art gefastet wird.
  • In die Natur gehen. Die Originalanweisung lautet ‚Mit den Alten in die Natur gehen‘. Damit ist also auf keinen Fall gemeint, stressartig zum Spazierengehen an den See zu fahren oder eine sportliche Bergwanderung zu machen. Gemeint ist, mit Ruhe die Stille der Natur aufzusuchen, um diese Stille auch in sich zu finden.
  • Nahrhaft essen. Z.B. Knochenbrühen.

 

 

Tai Ji, Können und ‚Ist der blöd oder was?‘

Ich bin gerade zurück von der Riederalp. Ich habe dort in den vergangenen Tagen QiGong-Lehrer in TaiJi-QiGong ‚fortgebildet‘. Aber warum? Sollte ein Lehrer diese Übung nicht bereits können? Nimmt da nur der teil, der blöd ist und sich die Übung nicht merken kann?

Die Übung TaiJi-QiGong besteht schließlich aus nur 20 Figuren, die Ausbildung zum TaiJi-QiGong-Lehrer dauert 1 Jahr. In diesem Jahr wird intensiv trainiert. Ein Diplom bekommt von mir nur der, der die Übung versteht, gut ausführen kann, weiß, was er tut, was schädlich und was förderlich ist und das auch unterrichten kann.

Wenn wir sonst etwas lernen und bekommen ein Diplom dafür – wie ich zum Beispiel in der Physik – dann heißt das, wir ‚können‘ es.

Eine Fortbildung machen wir dann nur, wenn es etwas ‚Neues‘ gibt – neue Erkenntnisse gibt, die wir dazulernen möchten. Die Übung des TaiJi ist Jahrtausende alt, da gibt es keine neuen Erkenntnisse.

In der alten asiatischen Kultur ist das anders. Da ‚übt‘ Einer lebenslang an einer Sache. ‚Ja ist der blöd, oder was?‘ Nein, er taucht tiefer ein, kommt der Sache auf den Grund. Und er kommt sich auf den Grund. Verfeinert. Erlangt auf diese Art ‚Fähigkeiten‘.

Hier kommt das Wort ‚Gong‘, der zweite Teil des Begriffs ‚QiGong‘ zum tragen. Eines meiner Lieblingswörter. In der Übersetzung des traditionellen Schriftzeichens, also des Zeichens in seiner alten Form, bedeutet es gleichzeitig ‚Übung, Arbeit, Mühe, Erfolg, Können und Fähigkeiten‘.

Es lohnt sich zweifelsohne nicht alles ‚zu Üben‘. Ärgern, verzweifeln, ratlos sein zum Beispiel. Haben wir schon so oft gemacht, wird trotzdem nicht besser… Allerdings mit einem guten Lehrer ließe sich‘ alles üben. Sogar gekonnt ‚ärgern‘ 🙂

Nichtmeditative Übungen

Nach meinem Beitrag zum Thema Sturm und Meditation kam die Frage auf, wo und wann diese Übungen, die unter solchen Umständen ‚erlaubt‘ sind, lernen könnte und was es mit diesen Übungen auf sich hat.

Diese Übungen haben weniger die Bewegung von Qi und Geist zum Inhalt, als das Zusammenziehen einer speziellen Kraft – der Essenz – und dem Dehnen von Meridianen (den ‚Qi‘-Bahnen).

Was hat man also davon, diese Übungen zu üben? Einen Gewinn an Kraft und darüberhinaus die Chance, Blockaden in den Meridianen zu lösen. Blockieren Meridiane, so heißt es, entsteht ‚Schmerz und/oder Krankheit‘. Das bedeutet, dass bei Schmerzen und Erkrankungen im ersten Schritt versucht werden sollte, die Meridiane zu dehnen und auf diese Art bereits möglichst viel zu erreichen.

Somit sind das auch Übungen, die sehr hilfreich bei Schmerzen mit dem sogenannten Bewegungsapparat in Zusammenhang stehen, wie Rücken- und Gelenkprobleme. Zur Prophylaxe werden diese Übungen auch als tägliche Grundübungen und zur Vorbereitung anderer QiGong-Übungen geübt.

Aber auch für alle anderen Erkrankungen und Schmerzen stellen diese Übungen eine wichtige Grundlage dar.

Wo und wann können Sie diese Übungen lernen? Spontan haben wir einen Kurs eingerichtet, der über 3 Termine ab 28. März im doin in München die Grundlage dieser Übungen lehrt. Bei einer Verlängerung von weiteren 5 Terminen, die im Anschluss stattfinden, werden diese insgesamt 8 Termine von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.

 

Zum Kurs

Die Begegnung

Sie begegneten einander auf dem Hotelflur. Es war das erste Mal, dass sie sich begegneten.

Ihre Schritte wurden immer langsamer, während sie aufeinander zugingen, den Blick sehr direkt aufeinander gerichtet.

Es war ihm nicht bewußt – sein Mund stand ein bisschen offen, aber das machte nichts, denn trotzdem, er sah edel cool und abenteuerlich aus. Er kam gerade von einer kleinen Tour zurück – Outdoorkleidung, dunkelblaue Daunenjacke, denn noch war es draußen morgens kalt.

Auch ihr Mund war leicht geöffnet. Ihre blonden Haare umspielten ein bisschen zerzaust ihren Hals und in ihrem hellblauen Kleid sah sie so frisch aus, wie dieser Frühlingsmorgen.

Sie standen. Jetzt nur noch einen Meter voneinander entfernt. Er streckte langsam den Arm nach ihr aus, Sie lächelte ihn freudig an. Aber da griff seine Mutter schon nach diesem Arm und zog ihn weiter. Ich schätze, er 1 1/2 und sie vielleicht 1 Jahr.

Ich als Beobachter dachte mir, wie schön, wenn wir Erwachsene uns stets auf so eine echte Art begegnen würden wie es Kinder tun. Mit Vorsicht, aber ohne Angst, ohne Getue, ohne jemand sein zu wollen, auf so eine freudig offene und ungekünstelte Art. Wir hätten ja eigentlich die Möglichkeit, uns zieht ja keiner weiter…

Meditation und Sturm

Ich bin derzeit nicht in der Gegend von München, ich habe aber gehört, dass es dort seit Tagen stürmisch sein soll.

Ich möchte das zum Anlass nehmen, über ‚Übungen‘ bei Sturm zu schreiben.

In den alten Lehren heißt es, dass bei Unwetter kein QiGong geübt – nicht meditiert werden soll.

Das gleiche gilt übrigens auch für das ‚Ausüben‘ von Sexualität. Auch Sex – so sagen die alten Lehren – sollte bei Sturm und Unwetter im Allgemeinen nicht ‚ausgeübt‘ werden.

Welche Übungen können denn dann geübt werden? Grob gesagt, alle Übungen, die nicht-meditative Übungen sind. Eine dieser Übungen, die wenigstens in Teilen allen Schülern der Akademie bekannt ist, sind die ‚Alltagsübungen‘.

Bitte erlauben Sie mir noch anzufügen: Ich kann mir vorstellen, dass einige der Teilnehmer der am Donnerstag auf der Riederalp beginnenden Lehrerfortbildung sich vorgenommen hatten, an diesem Wochenende noch zu trainieren, um nicht allzu schlecht dazustehen (…nun, ich bin ja auch Schülerin 😉

Mein Rat wäre: Üben Sie das, was wir in der Ausbildung immer ‚Trockentraining‘ genannt haben. Durchforsten Sie nochmals Ihre ‚Checklisten‘ und gehen die Bewegungen ganz theoretisch und unmeditativ an.

Ich wünsche Ihnen allen noch einen unbeschwerten schönen Sonntag.

Mit herzlichem Gruß
Yamin Schulz-Spahr