Jeden Tag…

…eine kleine Übung
…nehme ich Sie ein bisschen mit, in das, was ich erlebe
…eine kleine Anekdote um TCM, QiGong, asiatische Philosophie oder Besonderheiten
…eine kleine Anregung für den Tag
…News aus dem Akademieleben
…in Kontakt bleiben, solange Sie nicht zu Kursen kommen können
…kleine Rezepte für Leckereien, Wohlbefinden und Glück
…eine kleine Unterweisung

Getreideregen?

Laut chinesischem Lunisolarkalender befinden wir uns seit einigen Tagen im 6. von 24 Jahresabschnitten, genant Gu Yu. Übersetzt wir das oft mit ‚Getreideregen’… nun ja, Gott sein Dank ist das so nicht gemeint. Im Chinesischen werden die Dinge nunmal einfach kurz und knapp benannt: Getreide (Gu) Regen (Yu). Auf Deutsch: Der jetzt gehäuft auftretende Nieselregen, führt dazu, dass das Getreide einen Wachstumsschub erfährt.
Dieser Jahresabschnitt ist auch gleichzeitig der letzte Frühlingsabschnitt. Milz, Magen und Leber sind nun besonders herausgefordert, wodurch in diesen ‚Organsystemen‘ vorliegende Probleme ‚hervortreten‘ können, was sich unter Anderem in Unwohlsein, nervöser Unruhe, Verstimmungen, Schwindel, Magenschmerzen, Nervenschmerzen wie Ischias und Trigeminus, Bauchschmerzen und Herzproblemen äußern kann.
Die alten Medizinklassiker raten dazu, darauf zu achten, sich dem Wind nicht auszusetzen und QiGong Übungen zu üben, die als ausgesprochene Frühjahrsübungen gelten.

Frohe Ostern!

wünschen Ihnen und Ihren großen und kleinen Lieben

Yamin Schulz-Spahr und das gesamte Team der Akademie

deftig und lecker-Smoothie zur Leberreinigung

Zugegeben, farblich ist es nicht der Hit, schmeckt aber nach Sundowner am Strand in Thailand und ginge sicher als die thailändische Version einer ‚Virgin Mary‘ durch. Die Zutaten habe ich hinsichtlich Frühjahrs-Leberreinigung ausgesucht.

Pro Person:

1 Tomate
Frühlingszwiebeln
Bärlauch – noch besser für die Leber wäre ‚Chinesischer Schnittlauch‘, auch genannt ‚Knolau‘
Thaibasilikum
200 ml Kokosmilch
1 schwach gehäufter TL Red Curry-Paste
Meersalz

Gedanken sind frei?

Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten.

Chinesisches Sprichwort

Frühjahrsmüdigkeit

Vor ein paar Tagen meinte eine Dame zu mir, die eher als ein energiegeladenes Exemplar einer berufstätigen Ehefrau und Mutter von zwei kleinen Jungs gilt: ‚Ich traue es mich kaum zu sagen, aber gestern Abend waren wir alle schon um halb Acht im Bett…‘

Von anderen höre ich, dass sie unter ‚attackenartigen‘ Müdigkeitsanfällen leiden, einige machen sich Sorgen, dass vielleicht gesundheitlich etwas mit Ihnen nicht stimmt, weil sie plötzlich unter ständiger Müdigkeit leiden. Ich sage nur, dass ist gerade alles völlig normal.

Die alten Medizinklassiker erklären das damit, dass mit den derzeit noch ziemlichen Schwankungen zwischen kalt und warm unsere Kapillargefäße sich verengen und wir uns dadurch nicht gerade – ich will mal so sagen – durchgehend munter fühlen.

Und was raten die alten Medizinklassiker? Spazierengehen, leichte QiGong-Übungen an frischer Luft, die klassische Kopfmassage-Übung und alles an Übungen, was ein ‚Zuviel‘ an Emotionen in Zaum hält. Allerdings auch – und das tut mir jetzt richtig leid, sagen zu müssen – ’spät ins Bett gehen und früh aufstehen‘.

Oje… ja wärs so einfach, würde es ja gar nicht erst in den Medizinklassikern erwähnt werden müssen… wir geben einfach unser Bestes, ok? 🙂

 

Frühjahrstag und -nachtgleiche

Normalerweise mache ich das ja nicht, dass ich alte Blogbeiträge wiederhole, aber besser als im letzten Jahr kann ich es Ihnen dieses Jahr auch nicht erklären…

Äquinoktium! Dabei handelt es sich nicht um eine schwere Erkrankung, sondern so istTagundnachtgleiche die wissenschaftliche Bezeichnung von ‚Tagundnachtgleiche‘. Das bedeutet  überall auf der Erde sind derzeit Tag und Nacht gleich lang, da die Sonne genau senkrecht über dem Erdäquator steht. Das ist zweimal pro Jahr der Fall und somit sind zweimal pro Jahr Tages- und Nachtzeitraum weltweit gleich lang (ist schon immer wieder mal praktisch, dass ich Physik studiert habe…).

Schon in frühen Zeiten hat das dazu geführt, dass diese Tage auf der ganzen Welt als besondere Festtage begangen wurden. Auch in der chinesischen Kultur ist das ein wichtiger Tag, zu dem ehemals der Kaiser wesentliche Zeremonien für das Jahr ausgeführt hat – zur Harmonie zwischen ‚Himmel, Erde und Mensch‘. Solche Zeremonien fanden als ‚heidnische Bräuche‘ früher auch bei uns statt. In unserem christlichen Kulturkreis wurde dieser Festtag jedoch mit Teilen seiner Symbole später zu Ostern „verschoben“.

In vielen Kalendersystemen beginnt heute das neue Jahr und auch wir sagen ja eigentlich ‚Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter‘, wenn wir die Jahreszeiten aufzählen. Nach unserem Kalender müssten wir eigentlich sagen: Winter, Frühling, Sommer…

Astronomisch gilt dieser Tag als Frühlings- bzw. Herbstanfang, je nachdem auf welcher Seite der Erde Sie sich gerade befinden. Das heißt, bei uns (auf der Nordhalbkugel) beginnt heute der Frühling, auf der anderen Seite der Erde  z.B. in Australien (auf der Südhalbkugel) beginnt heute der Herbst.

Im Chinesischen Kalender hat der Frühling allerdings schon vor ein paar Wochen begonnen und das fühlt sich für uns ja auch so an.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühlings-Tag und allen, die heute Neujahr feiern ein sehr glückliches und friedliches neues Jahr!

Mit herzlichem Gruß
Yamin Schulz-Spahr

TaiJi-QiGong Feierabendkurs

Endlich – auf vielfachen Wunsch haben wir einen Nachmittagskurs ab 17 Uhr in unserem Kursprogramm! Ein „TaiJi-QiGong Feierabendkurs“, also direkt von der Arbeit zu uns in den Kurs und dann aufgetankt und gestärkt zu Ihrer Verabredung oder was Sie sonst noch Schönes vorhaben. Der Kurs ist für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren geeignet.
Die ersten Termine finden im doin statt, später gehen wir raus in den Englischen Garten und Üben wie es in China immer schon getan wurde – in der Natur.

Wenn Ihr Feierabend erst später startet: auch unser beliebter TaiJi-QiGong Abendkurs montags ab 20 Uhr ist weiterhin im Programm…

zur Kursbeschreibung

Fasten

Laut Duden „sich für eine bestimmte Zeit ganz oder teilweise der Nahrung enthalten oder auf den Genuss bestimmter Speisen verzichten“.

Viele – selbst nicht streng christlich lebende – Menschen nehmen die Fastenzeit zum Anlass, eine Zeit lang z.B. auf Fleisch, Süßigkeiten und/oder Alkohol zu verzichten.

Fasten im Sinne der Asiatischen Philosophien kann erweitert auch bedeuten, sogenannte „schadhafte Emotionen“ oder andere Eigenschaften zu fasten: Zum Beispiel das „Kleinlich sein“ oder „leicht reizbar sein“ oder „urteilen – Meinungen über andere haben“, „ungeduldig sein“ oder oder oder…

Wenn Sie etwas Derartiges fasten möchten, dann setzen Sie den Zeitraum so, dass Sie ihn auch einhalten können. Sie könnten beispielsweise damit anfangen, zu sagen: Für die nächste Stunde faste ich mal, schlecht über andere zu denken.

Vielleicht fasten Sie ja auch mal für eine Woche, die Nachrichten zu verfolgen…

Regenwasser

Im Chinesischen Kalender beginnt heute der 2. von 24 Jahresabschnitten ‚Yu Shui‘. ‚Yu‘ heißt Regen und ‚Shui‘ heißt Wasser. Regen heißt in diesem Zusammenhang nicht nur herunterprasselnder Regen, sondern eher die „Englische“ Variante. Leichtes zartes Nieseln, das für diesen Jahresabschnitt ganz typisch ist.

Zu dieser Jahreszeit wird besondere Aufmerksamkeit darauf gelegt, sich vor starken Emotionen zu schützen, um das sogenannte Lebersystem zu schützen, das jetzt besonders empfindlich ist und dessen Schaden – laut TCM – zu gefährlichen Erkrankungen führen kann. Mit Emotionen ist hier wirklich alles gemeint, was uns aufwühlt – Positives wie Negatives.

Außerdem warnen die alten Medizinklassiker davor, sich nicht ausreichend vor ‚plötzlich auftretender Kälte‘ zu schützen. Aber hierzu mehr in den nächsten Tagen, denn jetzt muss ich schnell packen und mich in Richtung Allgäu aufmachen. Heute beginnt der 2. Studienabschnitt der laufenden Lehrerausbildung. Jetzt sind alle schon so fortgeschritten, dass wir beginnen können, richtig in die Tiefe – an die alten Geheimnisse des QiGong – zu gehen. Ich freue mich sehr auf Alle.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes und erholsames Wochenende!

Mit herzlichem Gruß
Yamin Schulz-Spahr

Frühlingsbeginn

Heute beginnt der erste von 24 Jahresabschnitten im Chinesischen Lunisolarkalender, genannt ‚Li Chun‘. ‚Li‘ bedeutet so etwas wie ‚erstellen, gründen‘ und ‚Chun‘ bedeutet ‚Frühling‘. 

Ich sitze im Haus, aber draußen zwitschern die Vögel so laut, dass ich es sogar bei geschlossenen Fenstern noch hören kann. In den asiatischen Philosophien nennt man das: ‚Die Natur beginnt sich zu regen.‘ Außerdem heißt es: Es beginnt wärmer zu werden, die ersten Insekten tauchen auf und auch jede Menge Infekte…

Ja stimmt, da haben die alten Chinesen ja wieder mal Recht!