Ich mein ja nur…

Achte auf Deine Gedanken, sie sind der Anfang Deiner Taten!

Chinesisches Sprichwort

Long Tai Tou

Heute ist ‚Long Tai Tou‘. ‚Long‘ heißt ‚Drache‘, ‚Tai‘ bedeutet ‚hervorheben, hochheben, tragen‘ und ‚Tou‘ wird mit Kopf übersetzt.

Soweit zur Übersetzung.

Für fortgeschrittene QiGong-Übende ist somit heute der  Tag, der einen sehr langen intensiven Übungs-Abschnitt beendet, der Ende Dezember mit der Wintersonnwende begonnen hat.

Das Yang in der Natur und somit auch in uns, ist nun stabil genug und daher nicht mehr so empfindlich. Hat es in der Winterzeit keine Schwächung erlitten, wird es ‚gesund‘ und kontinuierlich weiter wachsen.

Bis zur Sommersonnwende hat das Yang in der Natur dann sein Maximum erreicht.

Die Bedeutung des Begriffes ‚Long Tai Tou‘ ist sehr speziell und genauere Erklärungen sollten sehr fortgeschrittenen Kursinhalten vorbehalten bleiben.

3. Jahresabschnitt: Erwachen der Insekten

Heute beginnt laut Chinesischem Kalender der 3. von 24 Abschnitten des Jahres. Bezeichnet wird er als ‚Jing Zhe‘. ‚Jing‘ bedeutet in diesem Fall ‚erschrecken‘ und ‚aufschrecken‘. Im Zusammenhang als ‚Jing Zhe‘ kann man es übersetzen als ein ’schreckhaftes Erwachen von Insekten‘.

In den traditionellen Anweisungen heißt es, die Insekten werden  Sturm oder Blitz und Donner aufgeschreckt bzw. geweckt, die um diesen Abschnitt herum auftreten. Das darf man natürlich nicht so wörtlich verstehen, es hat eher mit dem Yin und Yang der Natur zu tun, das eben auch zu Donner, Blitz und Sturm führt.

Obwohl es wärmer wird und unsere Kräfte wachsen, warnen die alten Medizinklassiker vor besonderer Anfälligkeit gegenüber speziellen Virusinfekten, Durchblutungsstörungen, psychischen Einbrüchen und anderen hartnäckigen Qi-Blockaden.

Wie man sich am besten davor schützen kann und was es mit der Empfehlung auf sich hat, jetzt die Haare lieber offen zu tragen, erkläre ich in den Beiträgen der kommenden Wochen.

Aber erst noch ein kleines Video von Einem, der frisch Erwachten…

Der Gelehrte

Erst wenn man sich nicht schämt, Fragen zu stellen, kann man gelehrt werden.

Altes chinesisches Sprichwort

Tolle Zeit

Vielleicht sitzen Sie ja gerade in einem Straßencafe in der Sonne oder gehen in der Sonne spazieren… Beneidenswert!

Ich habe es aber auch nicht schlecht. Ich bin mit einigen Schülern in der sonnigen Schneelandschaft der Allgäuer Berge. Es ist warm aber erfrischend. Es ist…

…sehr zu spüren, dass Frühling ist.

Es ist der Beginn des 3. Studienabschnitts der aktuellen QiGong Lehrerausbildung – des QiGong Studiums.  Wie jeder Studienabschnitt beginnt auch dieser mit einer Retreat-Woche auf der Riederalp im Allgäu. Dabei sind Teilnehmer aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, der Schweiz und Portugal. Alles sehr angenehme Menschen, die ruhig und konzentriert aufnehmen, trainieren, lernen, Unterweisungen zu asiatischer Medizin, dem QiGong und der TCM folgen, trainieren, notieren und nochmals trainieren 🙂

Außerhalb des Unterrichts wird geschwiegen – es ist ein Schweige-Retreat – während des Unterrichts hagelt es interessierte Fragen. Genau richtig – eine gute Einstellung, um zu Gesundheit, seinen Fähigkeiten zu kommen bzw. um ein guter QiGong-Lehrer zu werden.

 

Medizin muss nicht bitter schmecken

1x Medizinisches QiGong probieren…

Termin: 1x Samstag 23. Februar 2019, 10.30 – 12.00 Uhr
Kosten: 30 €
Kursleitung: Katja Heinemann
Kursort: doin / Kolosseumstr. 1, 3.Stock, München

Nach der Teilnahme an diesem Kurstermin haben Sie die Möglichkeit, ab 27. Februar noch – für 5 Termine – in den laufenden Kurs „Medizinisches QiGong“ mittwochs, 20 Uhr einzusteigen.

 

Wildschwein oder Glücksschwein – Das Jahr des Schweins

‚Schwein gehabt!‘

Damit meinen wir ‚Glück gehabt!‘. So sehr steht der Begriff ‚Schwein‘ für ‚Glück‘. Da liegt es nahe, dass überall die Rede davon ist, was für ein glückliches Jahr nun nach Chinesisch Neujahr vor uns liegt.

Tatsächlich ist es in China ein beliebtes Jahr, Kinder in die Welt zu setzen. Im ‚Jahr des Schweins‘ geborene Menschen gelten als sehr gemeinschaftliche, friedfertige und zu Glück fähige Menschen …zumindest im ’nahen‘ Umfeld, wie Familie, dem Freundeskreis, als Kollege. Anders sieht das aus, wenn jemand als ‚außerhalb‘ dieser ‚Gruppierung‘ gesehen wird.

Und hier liegt auch schon die Herausforderung des kommenden Jahres auf dem Tisch: Unsere Neigung zu Gruppierungen. Die Neigung zu Gruppierungen beinhaltet auch Ausgrenzungen. Und Angst. Und schon sind wir beim Wildschwein…

Ich wünsche uns allen ein glückliches Jahr – eine gutes und friedliches Jahr des Schweins – getragen von dem Erleben, dass wir höchstens als Menschheit eine Gruppierung sind.
Eben Menschen.
Und zwar Jeder.

Gutes Neues Jahr des Schweins!

So, jetzt ist es da – laut Chinesischem Kalender – das neue Jahr. Das Jahr des Schweins. Genauer gesagt des Erd-Schweins.

Was das heißt und was uns das Jahr bringen wird –  an Herausforderungen, an Erleichterungen, an Chancen – schreibe ich morgen, jetzt wird erstmal gefeiert.

Was machen Chinesen denn heute so? Nun, noch mehr Jiao Zi essen und essen und Spaß haben und essen und Verwandte besuchen, die gestern nicht dabei sein konnten, zusammen essen und viel lachen und essen…

Ich wünsche Ihnen ein, in wirklich jeder Hinsicht gutes, gesundes und friedliches Jahr!

Mit allen guten Wünschen
Yamin Schulz-Spahr

Fenster auf, Frühlingsanfang, Frühlingsfest und die letzten Vorbereitungen auf Chinesisch Neujahr

Draußen ist wunderbarste Winterlandschaft und… laut Chinesischem Kalender Frühlingsanfang. In Chinesischen Haushalten ist nun alles blitzsauber geputzt, gewaschen, aussortiert und mittels offener Fenster im ganzen Haus alles ‚Übel‘ herausgelassen.

Chinesen geben alles, um die Feiertage mit der Familie, das heißt, den Eltern und Verwandten zu verbringen. Da kommt eine ganz schön turbulente Runde zusammen. Am Abend werden sich alle mit viel Gelächter und Geplauder um den Tisch herum versammeln und gemeinsam ‚Jiao Zi‘ formen und noch weitere Gerichte für die kommenden Tage vorkochen. Denn in den nächsten Tagen wird zwar viel gegessen, aber keine Zeit für Kochen aufgewendet werden. Schließlich will man Zeit füreinander haben.

Jiao Zi sind übrigens kleine, sehr lecker (und gesund) gefüllte Teigtäschchen – vegetarisch und nicht vegetarisch, die in eine kalte, scharfe Sauce getunkt werden. Diejenigen unter Ihnen, die mit mir schon im Rahmen eines Kurses Chinesisch essen waren, haben ja alle schon Jiao Zi kennengelernt.

Gegessen wird natürlich auch heute schon jede Menge davon und um 24 Uhr wird dann mit viel Krach, Spaß und Alkohol das neue Jahr willkommen geheißen…

Butzebutze… und Decluttering

Es zählt ja wirklich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber jetzt schwinge selbst ich pflichtbewußt den Wischmop.

Ich hatte ja bereits gesagt, dass die Vorbereitungen auf das Chinesische Neujahrsfest ein Aufräumen und Bereinigen im ‚Innen‘ und im ‚Außen‘ im Fokus haben. Nun, neben aller ‚innerer Arbeit‘ an uns ist damit auch ‚äußere Arbeit‘ an uns gemeint.

Tatsächlich lauten die traditionellen Anweisungen: Haare schneiden, Bad, (und ja genau…) Maniküre, Pediküre – und alles, was sonst noch so zu einer Rundumkörperpflege dazugehört. Das ist durchaus auch medizinisch zu verstehen. Somit heißt es, schnell noch erkennen, was wir aktiv verändern sollten, in uns, an unseren Vorgehensweisen, an unserer Ernährung, an unseren Einstellungen – eine Art ‚inneres Decluttering‘ – ‚inneres Entrümpeln‘.

Aber natürlich auch im Außen ist davon die Rede und das wird direkt mit dem inneren Putzen und Entrümpeln in Verbindung gebracht. Ich denke, jeder von uns kennt das Gefühl, uns auch innerlich klarer zu fühlen, wenn wir aufgeräumt und geputzt haben. Also wird empfohlen, dass wir während wir putzen, Wäsche waschen,  aufräumen und entrümpeln uns dessen bewußt sind, dass wir damit harmonische Ordnung sowohl in uns, als auch um uns herum schaffen.

Die fortgeschrittenen QiGong-Übenden unter Ihnen, nehmen noch hinzu, was Sie im DongGong-Kurs hierzu gelernt haben.

So, jetzt muss ich aber Schluß machen. Mein Staubsauger wartet 😉