Sturm, QiGong und sonstige Meditation

QiGong kann uns mit nur wenig Aufwand wunderbare Ruhe und Kraft verschaffen.

In den Jahrtausende alten Anweisungen für QiGong ist die Rede davon, dass jedoch unter manchen Umständen es vermieden werden sollte, QiGong auszuführen. Das gilt zum Beispiel bei hohem Fieber und bei Unwetter, das heißt, bei außergewöhnlichen Wetterverhältnissen. In diesen Fällen sollten QiGong-Übungen nicht bzw. in besonders bezeichneten Fällen anders geübt werden.

Das gleiche gilt natürlich auch für jede andere Form von Meditation. Alle nicht-meditativen Übungen, wie z. B. Streckübungen können natürlich dennoch geübt werden. Ebenso Abklopfübungen und ‚Essenzübungen‘.

Als 2007 über viele Tage hinweg orkanartiger Sturm in München herrschte, fielen daher unsere Kurse den gesamten Zeitraum über aus.

Und genauso werden wir auch diesmal vorgehen und alle Kurse, die meditative Übungen zum Inhalt haben, ausfallen lassen bzw. den Kursinhalt dementsprechend verändern und die Kurse als Webinar durchführen.

Geng Zi

Die Akademie wünscht allen ein gesundes glückliches Jahr der Maus!

Mit herzlichem Gruß

Yamin Schulz-Spahr
Martina Stahl
Katja Heinemann
Nima Makoui
Rüdiger Palm

Das Chinesische Neujahrsfest – Ji Hai wird zu Geng Zi

Heute Nacht endet das ‚Jahr des Schweins‘ (Ji Hai) und das ‚Jahr der Ratte‘ bzw. der Maus (Geng Zi) beginnt.

Wo auch immer sie sich auf der Welt heute Nacht befinden, feiern Chinesen die Ankunft des Neuen Jahrs – möglichst im Kreise der Familie.

Obwohl der Frühling laut Chinesischem Lunisolarkalender erst (!) am 4. Februar beginnt, wird das Chinesische Neujahrsfest auch als Frühlingsfest bezeichnet.

Allen meinen Lieben und all den vielen vielen, für die dieses Fest eines der wichtigsten Feste des Jahres ist, wünsche ich ein fröhliches und glückliches Neujahrsfest!

Der letzte Abschnitt des Jahres

Ich sitze am Kachelofen auf der Riederalp, denn es ist sehr kalt.

Kein Wunder, denn heute beginnt eine Zeit des Jahres, die im Chinesischen als ‚Da Han‘ der Jahresabschnitt der ‚Großen Kälte‘  genannt wird.

Es ist der 24ste und gleichzeitig letzte Jahresabschnitt im chinesischen Kalender. Und der Kälteste.

Aber noch ein anderer Umstand macht diesen Abschnitt zu einem besonders bedeutungsvollen: Immer in der Nacht des Neumondtages nach Beginn dieses Abschnitts beginnt laut Chinesischem Kalender das neue Jahr. Also am 24. Januar um Mitternacht.

Am 25. Januar beginnt dann das neue Jahr, das ‚Jahr der Ratte‘ – eigentlich heißt es ‚Jahr der Maus‘ und dieses Jahr, unter dem Einfluss des Elementes Metall stehend, sogar das ‚Jahr der Metallmaus‘.

In der alten Chinesischen Astrologie – einem  sehr wichtigen Teil der Daoistischen Künste – steht insbesondere das Jahr der ‚Metallratte‘ für besondere Bedingungen für unsere Entwicklung. Also wichtig für alle unter uns, die ‚viel vor haben’…

3 Tipps wie man Neujahrsvorsätze umsetzen kann

Tipp 1: Kaubare Happen. Kennen Sie das, dass der Mund so voll ist, dass Sie nicht mehr kauen können? Also: Ziele nicht zu hoch stecken. Gehen Sie in Etappen vor. Mit kleinen erreichbaren Etappenzielen. Das Erfolgserlebnis, dieses Ziel erreicht zu haben, stärkt unsere Motivation das nächste Etappenziel zu erreichen.

Tipp 2: Hinfallen-Austehen-Hinfallen-Aufstehen. Wenn wir unseren Vorsatz schlichtweg vergessen haben, es nicht geklappt hat, er schlecht umgesetzt war, wir zu faul waren… Geben Sie sich eine neue Chance. Setzen Sie nochmal neu an und halten sich nicht lang mit enttäuscht sein auf. Und üben Sie bei der Gelegenheit auch gleich, auch anderen die Möglichkeit zu geben, neu anzusetzen…

Tipp 3: Kein Dogma. Bleiben Sie flexibel, vermeiden Sie es,
stur an einem Vorsatz festzuhalten, der sich vielleicht als ungünstig herausstellt. Schafft das Platz für den inneren Schweinhund, den Ausredenkönig, den feigen Drückeberger in uns? Nicht, wenn wir den weisen Teil in uns dazunehmen, den es in jedem von uns gibt und wir prüfen, welche Anteile in uns den Vorsatz ‚ungünstig‘ finden. Und optimieren Sie dann den Vorsatz dementsprechend mit dem weisesten Teil in Ihnen.

Sollten Sie sich als Vorsätze für das neue Jahr zufällig vorgenommen haben, Ihr Leben intensiver werden zu lassen, es noch mehr zu genießen,  Gesundheit herzustellen, mehr Zeit und Raum für sich sowie Ruhe und innere Harmonie zu finden und zu pflegen, neu werden zu wollen in jeder Hinsicht, den inneren Schweinehund anzugehen, endlich manche Eigenschaften zu verändern, die wie ein alter Kaugummi am Schuh an uns kleben…

Da können wir behilflich sein. QiGong Übungen unterstützen uns in unserer ‚inneren Arbeit‘, indem sie uns die Kraft, die innere Ruhe und die geistige Klarheit geben, unsere Hindernisse erkennen und beseitigen zu können. Dann ist der Weg frei – unabhängig von den Bedingungen um uns herum –  innere Freiheit und Glück zu leben.

Eine Übersicht aller in Kürze startender Kurse finden Sie hier.

Ein gutes Jahr

Meine lieben Schüler,

seit fast 20 Jahren unterrichte ich QiGong und die asiatischen Philosophien. In dieser Zeit durfte ich tausenden von wunderbaren Menschen begegnen – Ihnen allen.

Menschen, die sich teils aus tiefsten Tälern herausgearbeitet haben, die ihr Glück und ihre Gesundheit unterstützen möchten, die anderen eine Freude und Hilfe sein möchten.

Ich fühle mich sehr beschenkt durch die Begegnung mit Ihnen, meinen Schülern. Ihr Vertrauen berührt mich sehr und ich bin dankbar dafür! Ebenso für Ihren Mut und Ihren Einsatz, an sich zu arbeiten – nicht nur darauf zu hoffen, dass ‚die Anderen‘ und ‚die Umstände‘ sich ändern und so alles besser werden würde.

In diesem Sinne wünsche ich von ganzem Herzen ALLEN EIN GESUNDES GLÜCKLICHES UND FRIEDLICHES NEUES JAHR mit allen Chancen und Erkenntnissen, die es dazu braucht!

Yamin Schulz-Spahr

Innere Freiheit

Möchten wir nicht alle frei und glücklich sein?

Unter frei verstehen wir in unserem Kulturkreis meist, dass niemand anderer über uns bestimmt. In der asiatischen Philosophie geht man darüber hinaus davon aus, dass ein Gefühl von Freiheit nur möglich ist, wenn wir auch in uns frei sind von Dingen, die uns hinderlich bestimmen.

Darauf zielt die sogenannte ‚innere Arbeit‘, die ‚Selbstkultivierung‘ ab. Wie können wir glücklich sein, wenn wir nicht frei sind von unseren innerlichen Hindernissen. Also gilt es diese kennenzulernen. Dann ist auch kein anderer mehr verantwortlich dafür, ob wir glücklich sind oder unglücklich. Erst dann können wir frei und glücklich Beziehungen mit anderen Menschen eingehen.

Frei von Leid und von den Ursachen von Leid. Das ist der Begriff, den der Buddhismus dafür verwendet.

Von Freigeist spricht man in unserem Kulturkreis. Im Daoismus dreht sich die ganze Lehre um das innere Freisein.

Was haben nun QiGong Übungen mit Glück, unseren Hindernissen und Freisein zu tun?

Sie unterstützen uns in unserer ‚inneren Arbeit‘, indem sie uns die Kraft, die innere Ruhe und die geistige Klarheit geben, unsere Hindernisse erkennen und beseitigen zu können. Dann ist der Weg frei – unabhängig von den Bedingungen um uns herum –  innere Freiheit und Glück zu leben.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag!
Herzlichen Gruß
Yamin Schulz-Spahr

FROHE WEIHNACHTEN!

 

MANCHE VON IHNEN VERBRINGEN DEN WEIHNACHTSABEND ERSTMALS OHNE EINEN BESTIMMTEN GELIEBTEN MENSCHEN, DEN SIE DIESES JAHR VERLOREN HABEN.

VIELE VON IHNEN SIND IN SORGE UM EIN GELIEBTES WESEN, EINIGE MÜSSEN SICH SORGE UM IHRE EIGENE GESUNDHEIT MACHEN.

OB WIR DEN ABEND ALLEINE VERBRINGEN ODER MIT ANDEREN, VERSUCHEN WIR DIE BESONDERHEIT DIESES ABENDS ZU NUTZEN, DANKBARKEIT ZU FINDEN…

ICH WÜNSCHE IHNEN ALLEN VON GANZEM HERZEN FROHE UND BESINNLICHE WEIHNACHTEN!

 

seeeehr seeeehr müde…

Wen auch immer ich zur Zeit frage, wie es ihm geht, antwortet: ‚Ich bin seeeehr sehr müde!‘

‚Kein Wunder‘, sagen die alten asiatischen Lehren. Schließlich ist das Yin in der Natur noch fast in seinem Maximum. Und das Yang in der Natur noch sehr sehr zart – gerade mal 2 Tage alt. Bis 20. Juni kommenden Jahres wird das Yang dann sein Maximum erreicht haben und das Yin minimal sein.

Das Yin in der Natur bedeutet unter anderem Ruhe, Stille, Dunkelheit, Müdigkeit… also kein Wunder, wenn wir ‚reduziert‘ fühlen. Aber schließlich hat es auch etwas wunderbares, diese Stille und Ruhe, und gibt uns die Möglichkeit zu tiefer Erholung und dem berühmten ‚zu uns finden‘. Zu unserer Stille, zu unserer inneren Ruhe.

Das Yang wiederum, so sagen die alten Lehren, muss nun ‚geschützt‘ werden. Fortgeschrittene Übende werden sich daran halten, bis das Yang stark genug ist. Das wird – laut Lunisolarkalender – am 24. Februar der Fall sein.

Das ‚zarte Yang‘ wird in den Lehren mit einem zarten Pflanzentrieb verglichen. Wird der zarte Pflanzentrieb zerstört, wird daraus niemals eine Pflanze. Wird der zarte Trieb jedoch gehegt und beschützt kann daraus eine gesunde und kräftige Pflanze werden. Dieses starke, gesunde Yang kommt uns dann das ganze Jahr zu Gute, zu Hilfe, ermöglicht erst unsere geistige und körperliche Ruhe und Gesundheit.

Neuer Jahresabschnitt

Im Chinesischen Kalender – einem  sogenannten Lunisolarkalender – ist das Jahr in 24 Abschnitte unterteilt. Lunisolarkalender bedeutet, der Kalender berücksichtigt sowohl die Sonne als auch den Mond. Heute beginnt nun der 18te von 24 Jahresabschnitten, genannt ‚Shuang Jiang‘, ‚Fallender Reif‘. Gemeint ist damit, dass – innerhalb dieses Abschnittes – der ’nach unten sinkende Tau‘ auf dem immer kälter werdenden Boden sich als Reif niederschlägt.

In diesem Abschnitt beginnen die Empfehlungen für unsere Ernährung immer mehr in Richtung Stärkendes und im weitesten Sinne Nährendes geht. Unser Körper soll damit auf die kommende Winterkälte vorbereitet werden.