Wussten Sie schon… ?

…, dass Chinesen, wenn sie krank sind, auch zu allererst Hilfe in der Schulmedizin suchen?

Die meisten Krankenhäuser sind schulmedizinische (allopathische) Krankenhäuser, die meisten Apotheken sind ganz normale Apotheken. Alles wie bei uns.

Dabei hat die alte Chinesische Medizin eine Menge hilfreiches zum Thema Viren und Bakterien zu sagen…

Der Drache hebt seinen Kopf

Heute ist im Chinesischen Lunisolarkalender ein sehr spezieller Tag, genannt ‚Long Tai Tou‘. ‚Long‘ heißt ‚Drache‘, ‚Tai‘ bedeutet ‚hervorheben, hochheben, tragen‘ und ‚Tou‘ wird mit Kopf übersetzt. Kurz gesagt, so etwas wie ‚Der Drache hebt seinen Kopf‘.

Soweit zur Übersetzung.

Für fortgeschrittene QiGong-Übende ist somit heute der  Tag, der einen sehr langen intensiven Übungs-Abschnitt beendet, der Ende Dezember mit der Wintersonnwende begonnen hat.

Das Yang in der Natur und somit auch in uns, ist nun stabil genug und daher nicht mehr so empfindlich. Hat es in der Winterzeit keine Schwächung erlitten, wird es ‚gesund‘ und kontinuierlich weiter wachsen.

Bis zur Sommersonnwende hat das Yang in der Natur dann sein Maximum erreicht.

Die Bedeutung des Begriffes ‚Long Tai Tou‘ ist sehr speziell und genauere Erklärungen sollten – wie seit jeher – sehr fortgeschrittenen Kursinhalten vorbehalten bleiben.

Feiner Regen und der Drache

Heute beginnt der 2. von 24 Jahresabschnitten, genannt ‚Yu Shui‘, was man mit ‚Regen Wasser‘ übersetzen kann. Nun herrscht mindestens steigende Luftfeuchtigkeit bis hin zu feinem Regen, der innhalb der kommenden 14 Tage immer stärker wird.

Es gibt für diesen Jahresabschnitt außerordentlich viele hilfreiche Anweisungen zur Stärkung unserer mentalen und körperlichen Gesundheit hinsichtlich Ernährung, Bekleidung, Übungen, Verhalten, insbesondere bezüglich dem Umgang mit Emotionen und der Sexualität.

Nicht alle dieser Themen haben in einem Blog den geeigneten Platz, aber ich werde in den kommenden Tagen Sie mit möglichst vielen Informationen hierzu versorgen. Schließlich ist das Stärken unserer Gesundheit / unserer Widerstandskräfte derzeit ein besonders wichtiges Thema.

Außergewöhnlich viele Infekte gehen derzeit herum, allen voran heftige grippale Infekte, Lungen-Infekte, wie Lungenentzündungen und bakterielle Magen-Darm-Infekte. Da brauchen wir alle ein stabiles Immunsystem.

In diesen Jahresabschnitt fällt auch mit dem 2. Tag des 2. Mondmonats ein für die Landwirtschaft (und alle QiGong Kultivierenden!) besonders wichtiger Tag, an dem im Kosmos ein spezieller Zustand herrscht, den es für fortgeschrittene QiGong-Übende zu nutzen gilt.

Windteich und andere ‚Öffnungen‘

Kein Sturm mehr, aber immer noch weht ein kalter Wind. Selbst, wenn er nicht kalt wäre… Im Frühjahr, so heißt es in den alten Medizinklassikern sollte man sich vor Wind schützen.

Am Kopf – vor allem am Hinterkopf im Bereich zwischen den Ohren – befinden sich eine Reihe von ‚Öffnungen, durch die Wind eintreten‘ und eine Reihe von Beschwerden, wie beispielsweise Kopfschmerzen oder Schwindel hervorrufen kann.

Einer dieser Bereiche am Hinterkopf ist ein, in der TCM ziemlich bekannt gewordener Akupunktur-Punkt mit Namen ‚Windteich’…

 

Sturm, QiGong und sonstige Meditation

QiGong kann uns mit nur wenig Aufwand wunderbare Ruhe und Kraft verschaffen.

In den Jahrtausende alten Anweisungen für QiGong ist die Rede davon, dass jedoch unter manchen Umständen es vermieden werden sollte, QiGong auszuführen. Das gilt zum Beispiel bei hohem Fieber und bei Unwetter, das heißt, bei außergewöhnlichen Wetterverhältnissen. In diesen Fällen sollten QiGong-Übungen nicht bzw. in besonders bezeichneten Fällen anders geübt werden.

Das gleiche gilt natürlich auch für jede andere Form von Meditation. Alle nicht-meditativen Übungen, wie z. B. Streckübungen können natürlich dennoch geübt werden. Ebenso Abklopfübungen und ‚Essenzübungen‘.

Als 2007 über viele Tage hinweg orkanartiger Sturm in München herrschte, fielen daher unsere Kurse den gesamten Zeitraum über aus.

Und genauso werden wir auch diesmal vorgehen und alle Kurse, die meditative Übungen zum Inhalt haben, ausfallen lassen bzw. den Kursinhalt dementsprechend verändern und die Kurse als Webinar durchführen.

Geng Zi

Die Akademie wünscht allen ein gesundes glückliches Jahr der Maus!

Mit herzlichem Gruß

Yamin Schulz-Spahr
Martina Stahl
Katja Heinemann
Nima Makoui
Rüdiger Palm

Das Chinesische Neujahrsfest – Ji Hai wird zu Geng Zi

Heute Nacht endet das ‚Jahr des Schweins‘ (Ji Hai) und das ‚Jahr der Ratte‘ bzw. der Maus (Geng Zi) beginnt.

Wo auch immer sie sich auf der Welt heute Nacht befinden, feiern Chinesen die Ankunft des Neuen Jahrs – möglichst im Kreise der Familie.

Obwohl der Frühling laut Chinesischem Lunisolarkalender erst (!) am 4. Februar beginnt, wird das Chinesische Neujahrsfest auch als Frühlingsfest bezeichnet.

Allen meinen Lieben und all den vielen vielen, für die dieses Fest eines der wichtigsten Feste des Jahres ist, wünsche ich ein fröhliches und glückliches Neujahrsfest!

Der letzte Abschnitt des Jahres

Ich sitze am Kachelofen auf der Riederalp, denn es ist sehr kalt.

Kein Wunder, denn heute beginnt eine Zeit des Jahres, die im Chinesischen als ‚Da Han‘ der Jahresabschnitt der ‚Großen Kälte‘  genannt wird.

Es ist der 24ste und gleichzeitig letzte Jahresabschnitt im chinesischen Kalender. Und der Kälteste.

Aber noch ein anderer Umstand macht diesen Abschnitt zu einem besonders bedeutungsvollen: Immer in der Nacht des Neumondtages nach Beginn dieses Abschnitts beginnt laut Chinesischem Kalender das neue Jahr. Also am 24. Januar um Mitternacht.

Am 25. Januar beginnt dann das neue Jahr, das ‚Jahr der Ratte‘ – eigentlich heißt es ‚Jahr der Maus‘ und dieses Jahr, unter dem Einfluss des Elementes Metall stehend, sogar das ‚Jahr der Metallmaus‘.

In der alten Chinesischen Astrologie – einem  sehr wichtigen Teil der Daoistischen Künste – steht insbesondere das Jahr der ‚Metallratte‘ für besondere Bedingungen für unsere Entwicklung. Also wichtig für alle unter uns, die ‚viel vor haben’…

3 Tipps wie man Neujahrsvorsätze umsetzen kann

Tipp 1: Kaubare Happen. Kennen Sie das, dass der Mund so voll ist, dass Sie nicht mehr kauen können? Also: Ziele nicht zu hoch stecken. Gehen Sie in Etappen vor. Mit kleinen erreichbaren Etappenzielen. Das Erfolgserlebnis, dieses Ziel erreicht zu haben, stärkt unsere Motivation das nächste Etappenziel zu erreichen.

Tipp 2: Hinfallen-Austehen-Hinfallen-Aufstehen. Wenn wir unseren Vorsatz schlichtweg vergessen haben, es nicht geklappt hat, er schlecht umgesetzt war, wir zu faul waren… Geben Sie sich eine neue Chance. Setzen Sie nochmal neu an und halten sich nicht lang mit enttäuscht sein auf. Und üben Sie bei der Gelegenheit auch gleich, auch anderen die Möglichkeit zu geben, neu anzusetzen…

Tipp 3: Kein Dogma. Bleiben Sie flexibel, vermeiden Sie es,
stur an einem Vorsatz festzuhalten, der sich vielleicht als ungünstig herausstellt. Schafft das Platz für den inneren Schweinhund, den Ausredenkönig, den feigen Drückeberger in uns? Nicht, wenn wir den weisen Teil in uns dazunehmen, den es in jedem von uns gibt und wir prüfen, welche Anteile in uns den Vorsatz ‚ungünstig‘ finden. Und optimieren Sie dann den Vorsatz dementsprechend mit dem weisesten Teil in Ihnen.

Sollten Sie sich als Vorsätze für das neue Jahr zufällig vorgenommen haben, Ihr Leben intensiver werden zu lassen, es noch mehr zu genießen,  Gesundheit herzustellen, mehr Zeit und Raum für sich sowie Ruhe und innere Harmonie zu finden und zu pflegen, neu werden zu wollen in jeder Hinsicht, den inneren Schweinehund anzugehen, endlich manche Eigenschaften zu verändern, die wie ein alter Kaugummi am Schuh an uns kleben…

Da können wir behilflich sein. QiGong Übungen unterstützen uns in unserer ‚inneren Arbeit‘, indem sie uns die Kraft, die innere Ruhe und die geistige Klarheit geben, unsere Hindernisse erkennen und beseitigen zu können. Dann ist der Weg frei – unabhängig von den Bedingungen um uns herum –  innere Freiheit und Glück zu leben.

Eine Übersicht aller in Kürze startender Kurse finden Sie hier.

Ein gutes Jahr

Meine lieben Schüler,

seit fast 20 Jahren unterrichte ich QiGong und die asiatischen Philosophien. In dieser Zeit durfte ich tausenden von wunderbaren Menschen begegnen – Ihnen allen.

Menschen, die sich teils aus tiefsten Tälern herausgearbeitet haben, die ihr Glück und ihre Gesundheit unterstützen möchten, die anderen eine Freude und Hilfe sein möchten.

Ich fühle mich sehr beschenkt durch die Begegnung mit Ihnen, meinen Schülern. Ihr Vertrauen berührt mich sehr und ich bin dankbar dafür! Ebenso für Ihren Mut und Ihren Einsatz, an sich zu arbeiten – nicht nur darauf zu hoffen, dass ‚die Anderen‘ und ‚die Umstände‘ sich ändern und so alles besser werden würde.

In diesem Sinne wünsche ich von ganzem Herzen ALLEN EIN GESUNDES GLÜCKLICHES UND FRIEDLICHES NEUES JAHR mit allen Chancen und Erkenntnissen, die es dazu braucht!

Yamin Schulz-Spahr